14:02h, Samstag 11.02.2012
Nationalpark:
Waldbauernverband lehnt Schlichtung ab
Detmold. Die Vorsitzende des Waldbauernverbandes Lippe, Beatrix Boekstegers, lehnt das angestrebte Schlichtungsverfahren zum umstrittenen Nationalpark wie auch die Berufung von Rechtsanwalt Günter Kozlowski durch den Kreistag ab. Für ein Schlichtungsverfahren stehe der Verband nicht zur Verfügung. "Unsere Position in der Frage des umstrittenen Nationalsparks ist hinlänglich bekannt. Die Idee eines Nationalparks, die auf einem breiten Konsens beruht, ist wegen des breiten Widerstands in der Region gescheitert. Bevor es dazu wieder Gespräche geben kann", so Boekstegers, "müsste eine deutlich überarbeitete Planung vorgelegt werden, bei der insbesondere die Waldflächen, die private Eigentümer wie Prinz zur Lippe nicht zur Verfügung stellen, aus der ursprünglich vorgestellten Kulisse herausgenommen werden."
Im Übrigen fehle es Kozlowski auch an der notwendigen Legitimation für die Rolle eines Schlichters. "Er ist schlicht und einfach Partei, weil er den Kreis in der konkreten Frage bereits anwaltlich vertreten hat. Und in einer Information seiner Kanzlei heißt es, der Kreistag des Kreises Lippe habe ihn erneut mandatiert, im Verfahren zur Schaffung eines Nationalparks Teutoburger Wald zu schlichten." Boekstegers: "Ein Schlichter muss neutral sein und darf in der Frage per Definition keine Interessen haben oder vertreten. Das ist bei Herrn Rechtsanwalt Kozlowski eindeutig nicht der Fall und wir machen bei einem solchen Etikettenschwindel nicht mit."
"Ich appelliere an die Verantwortlichen, grundsätzlich neu über die Entwicklung unserer Region nachzudenken und nicht länger an einer Idee festzuhalten, zu der es keinen Konsens geben wird. Und ohne Konsens, so steht es in allen politischen Beschlüssen, gibt es keinen Nationalpark," stellte Beatrix Boekstegers abschließend fest.
michael.johannsmeier
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