14:09h, Montag 06.02.2012
Regionalliga
Schachfreunde Lieme - SG Bünde 3,5 : 4,5
Lemgo-Lieme. Nachdem die im Herbst gestartete neue Schachserie die Liemer mit einem
furiosen Start schon in der Regional-Liga Furcht und Schrecken verbreitete,folgte dann eine glücklose Stolperphase. Das neue Jahr sollte die Rückkehr in die Erfolgsphase bringen. SG Bünde, das Schlusslicht der Liga, sollte eigentlich die Mannschaftspunkte in Lieme abliefern.
Der Start wurde von Altmeister Reinhold Sölter durch die präzise Eröffnungsbehandlung vorgegeben. Schon nach 16 Zügen meldete Sölter den ersten Brettpunkt für Lieme. Wegen der abkombinierten Dame gab der Bünder Vogt die Partie auf.
Glanzvoll ging es weiter. René Wittke, dem sein Gegner einen "Holländer" bot, reagierte scharf mit einem Bauernvorstoß. Das folgende offene Spiel suchte sein Gegner durch Damenabtausch zu entschärfen, aber ohne Erfolg. Auch ohne Damen war der weiße Druck nicht abzuschütteln. Die schwarze Festung erwies sich als Abbruchreif. Nach einem weiteren Turmtausch geriet der schwarze Springer nach a7, leider schutzlos. Sein nicht zu verhindernder Verlust führte zur Partieaufgabe.
Inzwischen konnte Bünde einen Punkt herankommen. Lars Langenhop, spielte nach Zügen zwar die längste Partie, aber nicht nach dem Zeitablauf. Leider unterliefen ihm einige ungenaue Züge, mal auf der rechten, mal auf der linken Bretthälfte. Ein Punkt für Bünde.
Das solide kräftige Spiel von Joachim Stork, der als Weißer, nach bekannten Bildern seiner "Hausmarke", den gegnerischen König in Bedrängnis brachte, parierte eine gegnerische Mattdrohung und stellte für die Schachfreunde das zwischenzeitliche 3:1 her. Am Spitzenbrett hatte Andy Himpenmacher bald eine schwierige Verteidigungsstellung. Sein "Skandinavisch" reichte an diesem Tage für einen erfolgreichen Punktgewinn nicht aus.
Schließlich übersah er ein dreizügiges Matt. Es war diesmal nicht Andys Tag. Bei diesem Zwischenstand (3:2) schien auf den letzten drei Brettern noch immer ein Mannschaftssieg möglich. Stephan Hohn, der "Sizilianisch" zur Verteidigung gewählt hatte, fand keinen
geeigneten Plan. Nachdem alle Figuren bis zu je einer Leichtfigur abgetauscht waren, befand sich der Bünder plötzlich in der Vorhand: drei Bauern gegen zwei am Damenflügel. Letzter Figurenabtausch ergab ein gewonnenes Bauernendspiel. "Holländisch" ist in letzter Zeit Andre Schaffarczyk´s Verteidigungswaffe gegen die weißegeschlossene Eröffnung. Nach 40 Zügen schien ein schwarzer Gewinn in greifbarer Nähe gerückt. Rätselhaft der plötzliche Partiegewinn für Bünde: Andre überschritt die Zeit nach drei Stunden. Nun musste Holger Stork einen ganzen Punkt erringen, um den Mannschaftskampf zu retten.
Er kämpfte vorbildlich. Nach 66 Zügen musste er leider seine Bemühungen aufgeben, weil auf dem Brett nichts mehr zu holen war: Remis!
Die Schachfreunde befinden sich zwar noch in der Spitzengruppe, sind aber
leider nicht mehr "Spitze". Spannend werden die nächsten Runden, weil sich mehrere Bewerber Hoffung auf einen Aufstiegsplatz machen.
Foto: Altmeister Reinhold Sölter präsentierte sich in bester Spiellaune
andreas.kopp
Der Beitrag wurde am Montag, dem 06. Februar 2012 um 14:09 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sport, Startseite abgelegt.
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