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13:36h, Mittwoch 22.02.2012
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung
"Ideologie und Terror der SS" am Sonntag in der Wewel
13:36h, Mittwoch 22.02.2012
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung
"Ideologie und Terror der SS" am Sonntag in der Wewel
Kreis Paderborn. Besucher der Wewelsburg können am Sonntag, 26. Februar mit Hilfe der Museumspädagogen die neue Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" kennen lernen. Die öffentliche Führung startet um 15 Uhr. Treffpunkt ist das Eingangsfoyer im ehemaligen Wachgebäude. Der Rundgang führt durch die historischen Räume im ehemaligen Wachgebäude, in denen die Ausstellung auf 850m² die lokale Geschichte der SS in Wewelsburg und des hiesigen Konzentrationslagers in eine umfangreiche Gesamtdarstellung der Schutzstaffel einbettet. Sowohl die ideologischen Grundlagen der Schutzstaffel als auch deren radikale und verbrecherische Konsequenzen werden in der Dauerausstellung thematisiert. In diesem Zusammenhang werden am lokalen Beispiel des KZ Niederhagen-Wewelsburg auch Leben und Leiden der Opfer der SS-Gewalt thematisiert. Inhaltlich endet die Dauerausstellung nicht 1945, sondern beleuchtet u.a. die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg, die heutige Rezeption des historischen Ortes Wewelsburg und das Nachkriegsleben von Tätern und Opfern. Die Besucher erreichen auf ihrem Ausstellungsrundgang auch den markanten Nordturm der Wewelsburg. Hier befand sich im Erdgeschoss die fürstbischöfliche Kapelle des Erbauers der Wewelsburg, Dietrich von Fürstenberg. Seit einem Brand im Jahre 1815 standen nur noch die Außenmauern. Zeitweilig war hier eine SS-eigene Kunstschmiede untergebracht, bevor der SS-Architekt Hermann Bartels den Nordturm nach seinen Ideen umbauen ließ. Während der Bau des im Obergeschoss geplanten "Gruppenführersaals" mit einem riesigen Kuppeldach nicht mehr realisiert wurde, konnte der "Obergruppenführersaal" im Erdgeschoss zwischen 1939 und 1943 weitgehend hergerichtet werden. Es sind keine zeitgenössischen Quellen überliefert, wie die SS diese Räume nutzen wollte. Die Namen der Räume und ihre bauliche Gestaltung lassen vermuten, dass der Nordturm eine zentrale Rolle im Erlebnisprogramm der SS-Gruppenführer auf der Wewelsburg spielen sollte. Die Gestaltung dieses Raumes, den die SS als "Obergruppenführersaal" bezeichnet, ist an die romanische Architektur angelehnt. Der Großteil der anfallenden Arbeiten wurde dabei von Häftlingen des Konzentrationslagers Niederhagen verrichtet.12 Säulen mit Kreuzgratgewölbe umgeben die Mitte des Raumes. Im Zentrum ist ein Marmormosaik eingelassen. Das Motiv entspricht einem Sonnenrad mit zwölf Speichen. Vorbilder befinden sich auf Bronzefibeln aus dem 4.-7. Jahrhundert. Seit den 1990er Jahren ist das Bodenmosaik unter dem Namen "Schwarze Sonne" zu einem beliebten Symbol in rechtsradikalen und esoterischen Kreisen geworden. Erst Mitte der 1970er Jahre wurde der Nordturm über dem früheren "Obergruppenführersaal" wieder in seiner vormaligen Höhe wiederaufgebaut. Er wird heute als Jugendherberge genutzt. Von 1971 bis 1985 war im früheren "Obergruppenführersaal" eine Kapelle. Entgelt für die Führung: Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro Infos im Internet: www.wewelsburg.de<http://www.wewelsburg.de/>. Bild Der Obergruppenführersaal in der Wewelsburg: Die orangefarbenen Kissen wurden bewusst so gewählt, um dem Raum alles "Mystische" zu nehmen.
michael.johannsmeier
Der Beitrag wurde am Mittwoch, dem 22. Februar 2012 um 13:36 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.
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