13:55h, Samstag 04.02.2012
Schmallenberg-Virus im Kreis Paderborn:
Ergebnis im Rinderzuchtbetrieb steht noch aus
Kreis Paderborn. Das Schmallenberg-Virus ist bislang in sieben
Schafzuchtbetrieben nachgewiesen worden. In neun Verdachtsbetrieben konnte
Entwarnung gegeben werden. In neun Betrieben, darunter zwei Rinderzuchtbetriebe,
stehen die Ergebnisse noch aus. Gegen- und Schutzmaßnahmen gibt es derzeit
keine. Auch besteht weder Anzeige- noch Meldepflicht. Der leitende
Kreisveterinärdirektor Dr. Klaus Bornhorst bittet gleichwohl alle Tierhalter,
sich bei Verdacht mit den Kreisveterinären in Verbindung zu setzen, 05251 308 -
482, per eMail
veterinaeramt@kreis-paderborn.de<mailto:veterinaeramt@kreis-paderborn.de>.
Symptome des Schmallenberg-Virus sind Fieber, verschlechtertes
Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit sowie starker Milchrückgang. Die Tiere
werden nach ein paar Tagen wieder gesund. Werden allerdings trächtige Tiere
infiziert, so können zeitverzögert Frühgeburten, tot- oder kaum überlebensfähig
geborene Tiere mit zum Teil erheblichen Missbildungen auftreten. Der Virus ist
komplett neu. Impfungen oder Schutzmaßnahmen gibt es derzeit nicht. Der Erreger
ist für Schafe, Ziegen und Kühe gefährlich. Er wird durch Stechmücken
übertragen.
Für Menschen ist der Erreger nach Auskunft des FLI nicht gefährlich. Das Virus
war erstmals im vergangenen Herbst bei Rindern und Schafen in den Niederlanden
entdeckt worden.
Im Kreis Paderborn sind rund 520 Schafzuchtbetriebe mit ca. 16.000 Schafen und
915 Rinderbetrieb mit ca. 50.000 Tieren registriert.
michael.johannsmeier
Der Beitrag wurde am Samstag, dem 04. Februar 2012 um 13:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.
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