17:25h, Dienstag 21.02.2012
Frauenfußball: Gottschalk hört auf
DonVoß-Frauen auf Trainersuche
Lemgo/Voßheide. Fünfeinhalb Jahre sind eine lange Zeit im oft kurzlebigen Fußballgeschäft. So lange ist Mario Gottschalk schon Trainer beim lippischen Frauenfußballprimus FC Donop-Voßheide – im Sommer wird diese überaus erfolgreiche Liaison nun zu Ende gehen.
„Mario Gottschalk hat die Mannschaft informiert, dass er eine neue Herausforderung sucht und keine weitere Saison mehr zur Verfügung stehen wird“, so FC-Frauenfußballobmann Heino Grollich in einer Pressemitteilung. „Dies gibt uns Zeit, uns in Ruhe nach einem Nachfolger umzuschauen, der allerdings in recht große Schuhe tritt. Mario Gottschalk hat die Mannschaft zunächst in die Landesliga geführt, in der sie sich dann von Jahr zu Jahr verbessert hat, sodass wir zuletzt im oberen Drittel der Tabelle Fuß gefasst haben und dies auch für dieses Jahr anpeilen“, so Grollich weiter. „Wir können aber zum Glück und guten Gewissens sagen, dass dies kein Abschied aus einer Krise heraus ist; dass Verhältnis zwischen Trainer, Mannschaft und Betreuer ist nach wie vor intakt und wir alle wissen hier, was wir dem Trainer zu verdanken haben. Ursprünglich wollte er den Job ohnehin nur drei Jahre machen und hat sich von der Mannschaft und vom Obmann immer wieder dazu bewegen lassen, zu verlängern. Es war also klar, dass dieser Schnitt irgendwann kommen würde. Der Trainer hat die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt und ist der Auffassung, dass neue Impulse die Mannschaft vielleicht noch weiter voran bringen könnten. Er hinterlässt im Sommer eine intakte und lernwillige Mannschaft, die sich in den letzten Jahren zudem mehr und mehr verjüngt hat und das erreichte Niveau mindestens halten möchte,“ so Grollich.
Dies wird aber nicht leicht sein, denn auf Landesliganiveau sind gewünschte und auch notwendige Ergänzungen zum bestehenden Kader nicht leicht zu realisieren. In der nächsten Saison wird das Donoper Urgestein Gabi Bevermeier die Fußballschule wohl, wie angekündigt, an den Nagel hängen und FC-Außenverteidigerin Alina Seidlitz startet zu einem einjährigen Auslandsaufenthalt nach Australien. Schon zur Rückserie muss die Mannschaft außerdem auf Marissa Gieling verzichten, die jetzt in Bielefeld wohnt und sich dem VfL Schildesche angeschlossen hat. Natürlich sollen diese Lücken wieder aufgefüllt werden, denn so groß ist der Kader der 1. FC-Frauen ohnehin nicht. „ Die Trainersuche können wir jetzt aber in Ruhe angehen. Der neue Trainer sollte sich schon die Arbeit mit einer Frauenmannschaft vorstellen können und viel Idealismus, Freude an der Sache aber auch Fachkompetenz und Engagement mitbringen, denn verschlechtern möchten wir uns natürlich nicht“, “, so Grollich. Wer Interesse hat, sollte sich beim FC-Fußballobmann melden. Telefonnummer und eMail-Adresse finden sich auf der Homepage des FC.
Inzwischen ist unter widrigen winterlichen Bedingungen die Vorbereitung für die Rückserie bei den FC-Damen angelaufen. In einem Testspiel vor zwei Wochen gegen den Herforder SV (2. Bundesliga) erhielten die FC-Frauen mit 0:13 einen eindrucksvollen Anschauungsunterricht in Sachen Tempo und Passsicherheit. Am letzten Sonntag war der Piesberger SV zu Gast auf dem Kirchheider Kunstrasenplatz. Gegen die niedersächsische Oberligamannschaft aus Osnabrück mussten sich die ersatzgeschwächten DonVoß-Frauen erst in der Schlussviertelstunde mit 4:6 geschlagen geben. Ein Testspiel steht in Kirchheide noch an, bevor dann die Rückserie startet: So, 26. Februar, 16.15 Uhr - gegen den SV Hastenbeck (Oberliga Niedersachsen).
Foto: In der kommenden Saison nicht mehr an Bord bei den DonVoß-Frauen: Trainer Mario Gottschalk und das Donoper Urgestein Gabi Bevermeier.
rudolf.kopp
Der Beitrag wurde am Dienstag, dem 21. Februar 2012 um 17:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Sport abgelegt.
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